das Kappler Lied

Kappler Lied 2 zu 3 (4 zu 6) k

O Dörflein still im Bergeskranz ,

O schönes Kapplertal !

Dein denk ich gern , o Heimat mein ,

Dich grüß ich tausendmal !


Dort bei dem Kreutz vereinen sich

Zwei Täler , groß und klein ,

Und senden ihre Silberflut

Ins Dreisamtal hinein .



Dein Kirchlein winkt vom Bergeshang

Dem Wand’rer freundlich zu !

Manch Städter lenkt zu dir den Schritt

Und findet Rast und Ruh !



Es murmeln Bächlein silberhell

Zum herdenglockenklang .

Es klingt von grüner Heid’ herab

Des Hirtenknaben Sang .



Der Bergbach braust bei Tag und Nacht,

Das Mühlrad klappert drein .

Es rauscht der dunkle Tannenwald

Zum Lied der Vögelein .



Der Landman ringt am steilen Hang

Der Scholle Nahrung ab ,

Und Müh’ und Sorge ist sein Los

Bis hin zum kühlen Grab .



Der fleiß’ge Bergmann bohrt und gräbt

Bei heller Lampe Schein .

Es öffnet sich der Schauinsland

Und spendet Erzgestein .



Viel Körbe gleiten erzbeschwert

An hoher Drahtseilbahn ;

Sie schweben über Tal und Höh’n

Zur Aufbereitung dann .



Im tiefen Walde schwingt die Axt

Der Waldarbeiter Schar ,

Und mancher Riese sinkt dahin

Von mehr als hundert Jahr .



Und muß ich weilen fern von dir ,

Mein trautes Kapplertal !

Wie sehn ich mich nach dir zurück

Und grüß dich tausendmal .



Schließt einst mein müdes Auge sich ,

O stilles Kapplertal !

Du sollst mir Ruhestätte sein ,

Gruß dir zum letztenmal !


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