Thomas Rees

 

thomas rees

Thomas Rees 2013

Seit seiner frühen Jugend arbeitet Thomas Rees mit unterschiedlichen Materialien, bis er schließlich mit Holz ein ideales Medium findet: Lebendiges Material, insbesondere Bäume, die ihre Geschichte haben, sind ihm gleichermaßen Faszination und Inspiration. Seit Beginn der neunziger Jahre entstehen Installationen unter freiem Himmel – die Natur ist gleichermaßen Atelier und Ausstellungsraum. Das Zusammenspiel von Ort, Geschichte und Material ist bestimmend für die Gestalt seiner Werke, die zum Fühlen, Schauen, Begehen, Erleben einladen und auf diese Weise den ganzen Menschen in Anspruch nehmen. Intuition und Spontaneität sind ausschlaggebend für die Arbeiten von Thomas Rees. So sind weniger Entwürfe und Skizzen Ausgangspunkt seines Schaffens: Durch die unmittelbare Arbeit am Material entwickeln sich die Objekte – abhängig von Eigenheiten/Widrigkeiten/Besonderheiten des Materials und eingebunden in die Thematik, die sich dabei verändert und entwickelt. Kleinigkeiten und scheinbare Zufälle ergeben somit unplanbare Werke. Wo das Schaffen des Künstlers endet, verändert die Natur selbst seine Werke im Wandel der Jahreszeiten. Dieser natürliche Veränderungs- und Wandlungsprozess ist gewollt und insofern programmatisch für Thomas Rees: Die Kunst stellt sich den Fragen der Gegenwart und der Dynamik natürlicher Prozesse. In diesem offenen, kritischen, spontanen und immer authentischen Zugang zu Themen und Material ist auch der Grund zu suchen für die Vielfalt der Fragestellungen und die Ursprünglichkeit ihrer Bearbeitung: Der Mensch im Verhältnis zur Umwelt – sein schöpferisches und zerstörerisches Potential; die Vergänglichkeit allen Lebens – seine Möglichkeiten und Grenzen; Religion und ihre Frage nach dem Woher und Wohin allen Seins; die Beziehungen der Menschen zueinander in ihrem Gelingen und Scheitern …

 

Für diese Vielfalt und Ursprünglichkeit stehen unter anderem die Skulpturen und Installationen:

Sonnenuntergang Kamelberg

Letzte Beiträge

„Baumgeschichten“ – Vom Schwarzwald bis in die Eifel“

 

4.10.2016, SWR Fernsehen

„Baumgeschichten – Vom Schwarzwald bis in die Eifel“

60-minütiger Dokumentarfilm über die Faszination von Bäumen / Sendung am 12. Oktober um 23:30 Uhr im SWR Fernsehen

Sie werden größer und älter als Menschen. Sie bieten Schutz, Wärme und Nahrung. Sie sind unentbehrlich: Ohne sie können Menschen nicht atmen, nicht leben. Früher wurden sie als Götter verehrt. Und auch heute noch sind viele davon überzeugt, dass von Ihnen eine große Kraft ausgeht. Der Film „Baumgeschichten – Vom Schwarzwald bis in die Eifel“ von Mouhcine El Ghomri nimmt die Zuschauer mit auf eine poetische Reise in die Welt der Bäume: von Baden-Baden über den Schwarzwald, den Pfälzer Wald bis in die Eifel. Er stellt Menschen vor, deren Lebensmittelpunkt die Bäume sind – aus beruflichen Gründen oder aus privater Leidenschaft. Der einstündige Dokumentarfilm wird am 12. Oktober 2016 um 23:30 Uhr im SWR Fernsehen gezeigt.

Bildgewaltige Geschichten

Die Faszination für Bäume ist tief in der Menschheit verwurzelt: Besonders die alten Baumriesen wurden immer schon von Menschen aller Epochen und Kulturen bewundert. Der Film nimmt die Zuschauer mit in die faszinierende Welt der Bäume. Er erzählt bildgewaltige Geschichten von Menschen und Bäumen im Wandel der Jahreszeiten. Einer dieser Menschen ist Bernd Weigel: Der ehemalige Gartenamtsleiter, Gartenarchitekt, Buchautor und Fotograf war sein halbes Leben lang für die über 360 Jahre alte Lichtentaler Allee, Baden-Badens prachtvolle Parkanlage, zuständig. Über 300 verschiedene einheimische und exotische Bäume und Pflanzen sind hier zu sehen.

Baum als Lebewesen und Kunstobjekt

Den Baum zum Kunstobjekt erhebt Bildhauer Thomas Rees: Er stellt Holzskulpturen her und positioniert diese an ausgesuchten Orten im Wald, in Skigebieten oder auch in der Stadt Freiburg. Der Film begleitet ihn dabei, wie er einen neuen Auftrag des Forstamts Freiburg ausführt. Peter Wohlleben ist vermutlich Deutschlands berühmtester Förster. Sein Buch über „Das geheime Leben der Bäume“ ist seit Monaten als Bestseller gelistet. Der Förster und Buchautor aus Hümmel in der Eifel gilt als Baumflüsterer. In seinen Augen haben Bäume menschliche Eigenschaften: Sie haben Gefühle, verständigen sich untereinander, pflegen Freundschaften.

 

ARD Mediathek, Dokumentarfilm „Baumgeschichten – Vom Schwarzwald bis in die Eifel“

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