Bergmannsbrunnen

Was der Bergmann auf dem Brunnen mit Papua-Guinea zu tun hat: Klaus Gülker erzählt es Ihnen.

Der aus dem Jahr 1958 stammende und von Franz Spiegelhalter geschnitzte Bergmannsbrunnen, der an der Kreuzung zum Kleintal schräg gegenüber des Gasthauses zum Kreuz stand, erinnert an den einst bedeutenden Bergbau im Kappler Tal. Er wurde vom katholische Pfarrer Gebhard 1958 geweiht (siehe Foto oben).

Vermutlich wurde der Brunnen Anfang der 70er Jahre an die jetzige Position, vor das alte Rathaus, gestellt. Im Jahr 2009 erhielt der Bergmannsbrunnen einen neuen größeren Brunnentrog aus Fichte und 2019 ein neues Dach.

Franz Spiegelhalter war ein bedeutender Freiburger Holzbildhauer. Zahlreiche Brunnenfiguren im Freiburger Stadtbild stammen aus seiner Werkstatt, unter anderem der närrische Flecklehäs-Brunnen vor dem Colombi-Hotel und der Holzbrunnen am Schwabentor.

Quellen: (1) de.wikipedia.org/wiki/Franz_Spiegelhalter
(2) www.alemannische-seiten.de/wissen/franz-spiegelhalter-1899-1988.php
(3) Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 073256b, Bild 1
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=5-133823-1
Fotografen: Maria Tritschler (Farbfoto)
Willy Pragher Ausschnitt von „Dorfstraße von Kappel mit Schauinsland / 19. Juli 1964“

 

 

 

 

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Lebensraum Mensch

Lebensraum Mensch.

Mit diesem Stichwort ist die Existenzgrundlage des Menschen umfassend getroffen, wobei jeder Raum das vielfältig außermenschliche Leben voraussetzt. Wir Menschen bilden mit Tieren, Pflanzen und der gesamten substantiellen Natur eine Lebensgemeinschaft. Gemeinschaft heißt auch, dass wir nur als soziale Wesen überleben können und mit Verstand und Vernunft die menschlichen Fähigkeiten erhalten haben, das Zusammenleben selbst zu gestalten und zu organisieren. Überall wo Menschen leben ist hierfür schon Raum gegeben bzw. genommen worden, durchaus einschneidend für die bereits vorhandene Natur, oft segensreich, noch öfter schadhaft. Unsere Lebensräume sind sehr unterschiedlich begütert, ärmlich und (zu) reich. Während zahllose Menschen mit dem Dürftigsten ihr nacktes Leben erhalten müssen, dürfen wir in unseren Breiten häufig aus dem Vollen schöpfen. Wir haben Arbeit, Erwerb und Bildungschancen, nehmen Teil am kulturellen Fortschritt, an der Veredelung unseres Daseins durch gestaltete Kunst und schöngeistigen Genuss. Zudem sind wir ohne unser Zutun in eine wundervolle Landschaft hineingeboren, welche wir verantwortungsvoll zu erhalten bemüht sein müssen.

Hierfür wurde ein überregionales Projekt gestartet, das von der Unesco als Naturerbe anerkannte Biosphärengebiet, mit dem Ziel unseren unmittelbaren Lebensraum bewusst wahrzunehmen, ihn lebendig und nachhaltig zu bewahren, ihn auszugestalten und für die Zukunft zu pflegen: „Livingroom for future“.

Daß die Kappler Gemarkung zum ausgewiesenen Biosphärengebiet Schwarzwald gehört und dadurch die Stadt Freiburg sich auch dieses Kulturgut auf ihre grüne Fahne schreiben darf, ist ein Gewinn für Mensch und Natur unseres Gemeinwesens.

Die Aufgabe der weiteren Gestaltung dieses großartigen Projektes, ist auch uns Bürgern in die Hand gegeben. Besonders der Kunst-und Kulturverein in Kappel nimmt sich dieser arbeitsintensiven Aufgabe an. Zur Präsentation und zum Erleben können unserer geschichts- und kulturträchtigen Heimat wird schwerpunktmäßig ein Themenweg konzipiert und verwirklicht, an dessen Stationen  (Infotafeln, Skulpturen und Soundscapes) man der Lebensgestaltung unserer Vorfahren begegnen kann, Ihrer Arbeit, ihres Glaubens, ihrer Tradition, ihres Zusammenseins, bis hin zur Lebensweise unseres 3. Jahrtausends. Dabei werden wir kunstreich auf unsere Jetzt-Zeit mit ihren Errungenschaften und tiefgreifenden Problemen aufmerksam gemacht zur eigenen Bewusstwerdung, was Dasein und öffentliches Zusammenleben heißt, uns aber auch zeigt, wie gefährdet sich alles Lebendig sein, umrahmt von Himmel und Erde, darstellt.

Manfred Reichard

Freiburg-Kappel, im August 2020

Am Ende des Kappler Tals

 

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